Bürgerbus für die Gemeinde Bestwig

Kommunalpolitik

In der Gemeinde Bestwig könnte es bald einen Bürgerbus geben. Zumindest hat der Rat - nach einem entsprechenden Antrag der SPD - die Verwaltung damit beauftragt, das Projekt zu verfolgen.

Mit dem Bürgerbus könnte der öffentliche Personennahverkehr vor allem auf den Dörfern unterstützt werden. So fahren zum Beispiel nach Föckinghausen, Grimlinghausen, Obervalme, Untervalme und Valme-Pochwerk überhaupt keine Busse. Die anderen Ortsteile seien nach einer ersten Durchsicht zumindest an den Wochentagen ausreichend versorgt, heißt es in der Sitzungsvorlage.

Finanzielle Hilfe gäbe es vom Land: Einmalig 32 000 Euro für die Anschaffung des Busses sowie eine jährliche Förderung von 5000 Euro.

Gegründet werden müsste zuvor ein Bürgerbusverein - gemeinsam mit den Verkehrsgesellschaften und der Gemeindeverwaltung wäre er der Träger des Projektes. Da sich ein solcher Verein aber im Wesentlichen durch den Verkaufserlös der Fahrkarten tragen sollte, will die Gemeinde zunächst prüfen, ob es tatsächlich Bedarf für einen Bürgerbus gibt. Denn: Sollten Verluste erwirtschafttet werden, müsste die Gemeinde sie nach einem entsprechenden Ratsbeschluss tragen.

Auch die CDU steht dm Vorhaben generell positiv gegenüber. "Vor einer endgültigen Entscheidung müssen aber noch viele wichtige Fragen geklärt werden", so Fraktionschef Winfried Gerold.

Bürgermeister Ralf Péus wies darauf hin, dass ein hohes Maß an privatem Engagement erforderlich sei. Daher solle auch die Leistungsbereitschaft der Bevölkerung abgefragt werden.

Kommentar von Frank Selter (Westfalenpost)

Ein Bürgerbus für die Gemeinde Bestwig - es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Vor allem vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung. Es sei wichtig, Wege zu finden, die es den nicht mobilen Mitbürgern ermöglichen, am Alltags- und Einkaufsleben der Gemeinde teilzunehmen, sagt die SPD. Und damit hat sie Recht.

Aber es ist und bleibt ein Kompromiss. Die perfekte Lösung wäre es, den Öffentlichen Personennahverkehr auszuweiten. Das jedoch liegt nicht in der Hand von Politik und Verwaltung und wird - zumindest kurz- bis mittelfristig - eine Utopie bleiben. Denn: Für die Verkehrsbetriebe rechnen sich regelmäßige Touren über die Dörfer oftmals nicht.

Also ist es nur konsequent, nach einer alternativen Lösung zu suchen und alles daran zu setzen, dass ältere wie jüngere Menschen nicht in ihren Dörfern festsitzen. Mobilität ist schließlich ein Stück Lebensqualität.

Quelle: Westfalenpost, Lokalausgabe Meschede (sel), 24.04.2008

 
 

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