"Das Vertrauen der Bürger erarbeiten"

Kommunalpolitik

Die Wahl in Bestwig ist gelaufen. Gewinnen kann am Ende nur einer - in diesem Fall war es Ralf Péus. Doch einen wirklichen Sieger gab es am Ende ebenso wenig wie einen klaren Verlierer. Da sind sich beide Parteien in ihrem Fazit einig.

Bodo Kirtz, Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbandes, war überrascht vom knappen Wahlausgang. "Aber über das Ergebnis redet schon morgen kein Mensch mehr", prophezeite er gestern. Wichtig sei, dass Péus gewonnen habe - wenn auch nicht so deutlich wie es erhofft war.

Aber warum war das Ergebnis so eng? Erklärungsversuche bei den Christdemokraten: "Wir haben unser Potenzial nicht voll ausgeschöpft", hatte Kirtz bereits am Wahlabend verlauten lassen. Aber was meint er damit? "Ich glaube, dass wir uns zu sehr zurückgelehnt haben", ergänzte er gestern am Telefon. Man habe mit Christof Sommer einen Top-CDU-Mann als Bürgermeister gehabt, der alles überstrahlt habe. "Vielleicht sind wir dadurch ein bisschen zu bequem geworden", so Kirtz. Außerdem, so der Gemeindeverbandsvorsitzende der CDU, habe man nicht damit gerechnet, dass die SPD zu einer solchen Hochform auflaufen würde. "Wir haben Michael Stechele unterschätzt", gestand Kirtz gestern und sparte nicht mit Lob für den politischen Gegner: "Die SPD hat im Wahlkampf alles richtig gemacht". Was nicht heißen solle, dass die CDU es falsch gemacht hat, ergänzte Kirtz. Aber vielleicht sei es ein bisschen zu wenig gewesen.

SPD-Ortsvereinsvorsitzender Helmut Bolz sieht das genauso: "Wir haben das Beste aus unserem Wahlkampf gemacht und phantastisch zusammengearbeitet", betonte er gestern. Die SPD habe Michael Stechele in sieben Wochen von Null auf Hundert gepusht. Er ist sich sicher: "Wenn wir mehr Zeit gehabt hätten, wäre das Ergebnis anders ausgefallen. Es gelte für die SPD nun, diese Flamme am Lodern zu erhalten. "Das Ergebnis ist eine gute Basis für die Ratswahl in vier Jahren. Wir müssen jetzt dort weitermachen, wo wir aufgehört haben", so der Ortsvereins-Vorsitzende.

Ebenso wie Bodo Kirtz, betonte auch Helmut Bolz, dass das knappe Endergebnis der Bürgermeisterwahl für Ralf Péus eine besondere Aufgabe darstelle. "Er wird sich nun das Vertrauen vieler Bürger erarbeiten müssen", formulierte es Bodo Kirtz.

"Rund 75 Prozent aller Wahlberechtigten der Gemeinde Bestwig haben Ralf Péus nicht gewählt", analysierte Helmut Bolz gestern die Zahlen der Wahl. "50 Prozent haben ihr Kreuzchen gar nicht gemacht und von den anderen 50 Prozent hat sich die Hälfte für Michael Stechele entschieden." Diese Analyse ließe sich zwar auch umdrehen, so Bolz, und träfe bei einem SPD-Bürgermeister genauso zu - aber darum gehe es gar nicht. "Jetzt muss Ralf Péus viel Überzeugungsarbeit leisten."

Die SPD habe dem neuen Bürgermeister bereits eine gute Zusammenarbeit zugesichert. Es gehe darum, Bestwig gemeinsam nach vorn und vor allem aus der Haushaltsmisere heraus zu bringen. Das setze voraus, dass Péus die Gemeinde nicht verwalte, sondern führe.

Quelle: Westfalenpost, Lokalausgabe Meschede, 06.12.2005

 
 

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