Eine Ratsfrau schwimmt sich frei - SPD Online fragt nach

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Mechthild Heiken zog 2009 als Neuling für den Ortsteil Ramsbeck in den Rat der Gemeinde Bestwig ein. „Ich will erst einmal lernen“, legte sie sich zu Beginn der Legislaturperiode fest. Jetzt nach 2 Jahren erlebt sie die Probleme in Ramsbeck hautnah. Die kurzfristige Aufgabe der kommunalen Trägerschaft des Kindergartens und die beabsichtigte Schließung des Ramsbecker Schwimmbeckens führten zu zahlreichen Gesprächen mit dem Ramsbecker Bürgerinnen und Bürger. Mechthild erlebte, dass ein großer Teil der Bevölkerung mit diesen Entscheidungen nicht einverstanden ist.

SPD Online: Mechthild, jetzt bist Du zwei Jahre im Rat der Gemeinde Bestwig. Was hat Dich in dieser Zeit am stärksten beeindruckt?
Besonders beeindruckt hat mich, dass in der Ratssitzung in der der Kindergarten Ramsbeck verhandelt wurde, so viele interessierte Bürgerinnen und Bürger (religionsübergreifend) anwesend waren.

SPD Online: Du hast einmal erwähnt, dass der Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern viel intensiver geworden ist. Kannst Du uns einmal Beispiele nennen?
Ja, das ist richtig. Heute werde ich beispielsweise beim Einkaufen auf kommunalpolitische Themen angesprochen. In diesen Gesprächen ging es oft um Kindergarten und Schwimmbad, aber auch um Dinge wie Grundsteuererhöhung, Bürgerbus und viele weitere Dinge.
Diese Gespräche sind für mich persönlich besonders wichtig, da ich so einen Einblick in das Stimmungsbild der Bürgerinnen und Bürger erhalte.

SPD Online: Als Ramsbecker SPD Ratsfrau hast du Dich für die Erhaltung der kommunalen Trägerschaft des Kindergartens entschieden. Welche Gründe haben zu dieser Meinung geführt?
Ich habe mich gegen eine konfessionelle Lösung entschieden, da ich eine mögliche Benachteiligung von Kindern und Erzieher/innen mit anderem Glauben sehe.
Ich hätte mir im Vorfeld eine stärkere Diskussion gewünscht, in der auch andere Lösungen hätten angesprochen werden können. So hätte ich mir vorstellen können, dass auch die islamische Gemeinde in Ramsbeck Interesse an einer solchen Debatte gehabt hätte. Beispielsweise hätte das Konzept des „paritätischen Kindergartens“ angestrebt werden können, in welchem die verschiedenen Religionen gleichberechtigt und auch mit gleichen Pflichten behandelt werden.
Darüber hinaus halte ich einen konfessionellen Kindergarten in unserem heutigen multikulturellen Land schlicht und einfach für überholt.

SPD Online: Stichwort Schwimmbad. Die SPD Fraktion hat sich für einen weiteren Betrieb ausgesprochen. Siehst Du eine reelle Chance, dass auch 2014 noch in Ramsbeck geschwommen wird?
Ja, die Chance sehe ich, da ich die Kosten für die Renovierung der Filteranlage im Schwimmbad doch stark anzweifle. Sollten diese Kosten geringer sein, könnte ich mir durchaus vorstellen, dass das Schwimmbad in Ramsbeck eine Zukunft hat.
Als Ratsfrau sehe ich es sogar als meine Pflicht an, Kindern im Grundschulalter, für die das Wasser im Schwimmbad Velmede zu tief zum Erlernen des Schwimmens ist, eine Perspektive zu geben.
Vielleicht könnte man hier einen Förderverein einrichten, der sich um die Belange des Schwimmbads in Ramsbeck kümmert.

SPD Online: Wenn Du bei unserem Bürgermeister einen Wunsch für Ramsbeck frei hättest und die Gemeinde nicht auf ihre schiefe Haushaltslage Rücksicht nehmen müsste – was würdest Du Dir für Deinen Heimatort wünschen?
Spontan fallen mir hier zwei Dinge ein:
Erstens wird der so genannte „D-Zug“ von vielen Bürgern und auch von mir als ein Schandfleck in unserem Ort angesehen. Hier würde ich mir wünschen, dass eine Lösung erarbeitet wird. Ich könnte mir vorstellen, dass auf dem Grundstück ein soziales Kaufhaus oder ein Wohnhaus, welches barrierefrei aufgebaut ist. Hier bietet sich die Nähe zum Ärztehaus, sowie zur Haltestelle des Bürgerbusses an.
Zweitens würde ich mir wünschen, dass ein Treffpunkt für Jugendliche aufgebaut wird. Beispielsweise könnte dies im Gewerbegebiet „Ziegelwiese“ geschehen.

SPD Online: Was hast Du Dir für den Rest der Amtszeit vorgenommen?
In den nächsten 2,5 Jahren möchte ich weiterhin Augen und Ohren offenhalten, Missstände ansprechen und den Kontakt zu Bürgerinnen und Bürgern aufrechterhalten.

SPD Online: Zum Abschluss noch eine persönliche Frage: Ehrenamtliche Kommunalpolitik hat sicher nicht immer nur angenehme Seiten. Hast Du schon einmal gedacht: Was habe ich mir da angetan?
Gerade zu Beginn meiner Amtszeit war es für mich schwer in der Männerdomäne Politik Fuß zu fassen.
In den letzten 6 Monaten habe ich aber bemerkt, dass ich vieles bewegen kann. Dies hat mir viel Spaß gemacht und das tut es auch immer noch.

 
 

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