Ehrenamt und Stärkung durch das Rathaus

Veröffentlicht am 21.07.2020 in Allgemein

Was macht das Leben in einer ländlichen Gemeinde lebenswert? Eine sichere Arbeit, Betreuungsangebote für Kinder, Schulen, Altenpflegeeinrichtungen, Gesundheitsversorgung, Einkaufsmöglichkeiten, eine strukturierte Verkehrsanbindung und viele andere Faktoren sind elementar und unabdingbar zum Überleben. Doch das ist längst nicht alles, was das Leben lebenswert macht. Darüber hinaus bedarf es Möglichkeiten der Freizeitgestaltung und der Gemeinschaft. Eine Gemeinde braucht deshalb Raum für Kultur, für Sport, für festliche Veranstaltungen, für das Brauchtum und letztendlich für die Hilfe untereinander.

Anders als in großen Städten, wo ein solches Angebot vielleicht von privaten Unternehmen und der öffentlichen Hand bereitgestellt wird, erfüllt dies bei uns größtenteils das Ehrenamt.

Man nutzt die Möglichkeiten der Sportvereine vor Ort oder trifft sich zu zahlreichen Veranstaltungen in den Schützenhallen. Man singt, wandert, spielt und musiziert in Vereinen und Gemeinschaften. Viele unserer Bürgerinnen und Bürger engagieren sich in der Betreuung älterer Menschen. Selbst wenn es brennt, vertraut man darauf, dass Ehrenamtliche zum Löschen und Retten kommen. Die Liste wäre noch lange fortzusetzen und niemand kann von sich behaupten, nicht irgendwie auf ehrenamtlichen Einsatz und die Vereine angewiesen zu sein.

Gerade in Corona-Zeiten, in der viele der gerade genannten Aktivitäten nicht oder nur eingeschränkt möglich waren, ist uns die Relevanz und der Umfang des ehrenamtlichen Engagements in den einzelnen Orten noch einmal deutlich vor Augen geführt worden.

Das Ehrenamt erfüllt elementare Aufgaben für die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Bestwig, steht jedoch gleichzeitig vor enormen Aufgaben und Herausforderungen unserer Zeit.

Wie sollen Vereine angesichts des demografischen Wandels überleben? Wie soll man noch Veranstaltungen planen, wenn Sicherheitskonzepte, Lärmschutzauflagen und Datenschutzrichtlinien dem einen Riegel vorschieben? Wie soll man noch Gebäude in Stand halten oder verbessern angesichts von Brandschutz und Barrierefreiheit? Wer soll noch einen Überblick über Finanzierungsmöglichkeiten behalten angesichts verschiedenster Fördertöpfe aus Europa, über die diversen Stiftungen und Organisationen bis hin zu Land und Kreis? Wer traut sich überhaupt noch, Entscheidungen zu treffen, wenn vieles in der Vorstandsarbeit rechtlich nicht mehr eindeutig ist?
Angesichts dieser Herausforderungen fühlen sich viele Vereine überfordert und von der öffentlichen Seite im Stich gelassen.

Wir sind deshalb der Ansicht, dass die Gemeinde Bestwig das Ehrenamt vor Ort wesentlich aktiver unterstützen muss.
Und damit meinen wir nicht nur lobende Wort, Medaillen oder sonstige Würdigungen. Die Vereine brauchen echte Unterstützung und nicht nur finanzielle!

Dafür müssen wir das Rad nicht neu erfinden, sondern nur einmal über den Tellerrand schauen. In anderen Kommunen und Städten gibt es bereits sogenannte Ehrenamtsbeauftragte, die sich im Rathaus konkret um die Anliegen der ehrenamtlichen Bürgerinnen und Bürger kümmern. In unserer Gemeindeverwaltung finden sich bereits viele Ansprechstationen wieder wie Gleichstellung, Integration oder Touristik. Für das Ehrenamt gibt es in Bestwig allerdings nicht einmal einen konkreten Ansprechpartner. Genau diese Lücke würde ein(e) Ehrenamtsbeauftragte*r in der Gemeinde schließen. Denn Ehrenamtsbeauftragte sind die erste Anlaufstelle für die Belange der Vereine: Sie bilden sich in rechtlichen Fragen rund um das Ehrenamt fort, informieren über Fördergelder und treten aktiv an die Vereine heran, um Netzwerke zu schaffen und so eine Brücke zwischen Vereinen, Verwaltung und Politik zu schlagen.

Wir als SPD sind überzeugt davon, dass sich die Gemeinde Bestwig der neuen Herausforderungen für Vereine bewusst werden und das Ehrenamt deutlich besser fördern und unterstützen muss! Die Schaffung eines/r Ehrenamtsbeauftragten wäre ein erster und wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Deshalb sind wir auch bei der Unterstützung des breiten ehrenamtlichen Engagements der Meinung: Bestwig kann mehr!

 

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